miro 6-400 von Horgenglarus: Ein Designstuhl zwischen Tradition und Moderne
Der miro 6-400 von Horgenglarus entstand 1999 nach einem Entwurf von Hannes Wettstein. Seine gestalterischen Wurzeln reichen bis ins Jahr 1950 zurück, als der Stapelstuhl 687 S entworfen wurde. Dieses Modell erhielt 1958 die Auszeichnung «Die gute Form» und diente Wettstein als Ausgangspunkt für eine eigene Interpretation. Er überarbeitete die Linienführung der Vorderbeine, passte die Neigung der hinteren Stuhlbeine an und veränderte den Zuschnitt der Sitzfläche. Das Ergebnis ist ein Designstuhl, dessen Erscheinungsbild auf klaren Proportionen und einer präzisen Formgebung beruht. Für Horgenglarus wurde der miro zu einem wichtigen Entwurf, aus dem sich eine ganze Stuhlfamilie entwickelte.
Formsperrholz und gebogenes Massivholz prägen den Horgenglarus Stuhl
Beim miro 6-400 treffen unterschiedliche konstruktive Elemente aufeinander: Die Sitzfläche besteht aus Formsperrholz, während Hinterfüsse und Rücken massiv gebogen sind. Diese Kombination verleiht dem Stuhl eine charakteristische Silhouette, die sich in moderne ebenso wie in traditionell geprägte Einrichtungen integrieren lässt. Mit 47 cm Breite, 48 cm Tiefe und einer Höhe von 80 cm besitzt das Modell kompakte Abmessungen. Die Sitzhöhe beträgt 46 cm. Auch bei der Einrichtung grösserer Räume bietet der miro praktische Möglichkeiten: Er ist stapelbar und kann mit einer Reihenverbindung ausgestattet werden. Damit eignet er sich für Essbereiche im privaten Zuhause ebenso wie für die Bestuhlung gastronomischer Betriebe und öffentlicher Räumlichkeiten.
Miro 6-400 stilvoll kombinieren: Vom Esstisch bis zur grossen Tafel
Ob als einzelne Sitzgelegenheit oder in einer längeren Tischordnung: Der Horgenglarus miro 6-400 lässt sich in unterschiedliche Raumkonzepte einbinden. An einem grossen Esstisch kann eine Reihe gleicher Stühle eine klare architektonische Linie schaffen. In einem Wohnbereich mit einem ausdrucksstarken Tisch bildet seine sachliche Gestaltung einen ruhigen Gegenpol. Auch für gastronomische Räume ist eine einheitliche Bestuhlung mit mehreren miro Stühlen eine passende Lösung, insbesondere wenn eine geordnete Sitzanordnung gefragt ist. Dank der Stapelfunktion lässt sich die Bestuhlung bei Bedarf platzsparend organisieren. Seine Geschichte unterstreicht zudem die Bedeutung des Entwurfs: Bereits 1964 wurde eine Variante des Stuhls an der Schweizer Expo in Lausanne eingesetzt. So verbindet der miro Schweizer Designgeschichte mit einer Gestaltung, die sich in unterschiedliche Einrichtungskonzepte einfügt.