Artikel des Designers Klaus Vogt
Klaus Vogt (*1938 in Winterthur) ist ein Schweizer Designer und Architekt. Nach seiner Lehre als Bootsbauer besucht er die Kunstgewerbeschule in Zürich, belegt eine Innenausbauklasse von Willy Guhl und schliesst 1962 erfolgreich sein Studium ab. Er absolviert ein Architekturpraktikum in Holland und bereits Ende der fünfziger Jahre beginnt Vogt mit leichten Stuhlkonstruktionen aus Stahl, Holz und Kunststoff zu experimentieren. Nach seiner Mitarbeit im Architekturbüro Dolf Schneblis ist Vogt Assistent an der ETHZ, erst unter H. Bernhard Hoesli und später bei Dolf Schnebli. Im Jahr 1968 gründet er sein eigenes Architekturbüro in Schwerz und wohnt seitdem in einem von ihm selbst entworfenem Gebäude, welches als Prototyp für die partizipatorische Genossenschaftssiedlung Höli dient. Ab 1972 kreiert Vogt gemeinsam mit Ueli Berger, Nora Peduzzi-Riva und Heinz Ulrich unter anderem das modulare Sesselsystem „Organic“ für de Sede, das im Volksmund auch als „Polsterwurm“ bekannt ist. In den siebziger Jahren entdeckt Vogt sein Interesse für Formen des nomadischen Wohnens. Darüber hinaus ist er als Dozent tätig, seit 1974 an der Fachhochschule Basel, 1981-1983 als Gastdozent an der ETHZ. Die meisten seiner architektonischen Arbeiten entstehen in der Zusammenarbeit mit Benno Fosco und Jacqueline Fosco-Oppenheim zwischen 1974-2005.