Miro Barhocker 11-403 von Horgenglarus: Schweizer Design mit diskreter Eleganz
Nicht jedes Möbel muss sich in den Vordergrund drängen, um einen Raum zu prägen. Der miro Barhocker 11-403 von Hannes Wettstein aus dem Jahr 2004 überzeugt durch eine zurückhaltende Gestaltung, deren Qualität sich in den Proportionen und der sorgfältigen Linienführung zeigt. Der Entwurf geht auf einen historischen Holzstuhl von Horgenglarus zurück, den der Schweizer Designer behutsam weiterentwickelte. Seine schlanke Silhouette verleiht dem Barhocker eine unaufdringliche Präsenz, während der gepolsterte Sitz einen wohnlichen Akzent setzt. So verbindet miro die gestalterische Klarheit eines klassischen Holzstuhls mit der Höhe eines Barhockers. An einer modernen Kücheninsel oder einer eleganten Hausbar fügt er sich selbstverständlich ein, ohne die Architektur des Raumes zu dominieren.
Horgenglarus miro 11-403 mit gebogenem Massivholz und gepolstertem Sitz
Die Form des miro lebt von wenigen, präzise aufeinander abgestimmten Elementen. Hinterbeine und Rücken bestehen aus gebogenem Massivholz und verleihen dem Barhocker seine charakteristische Linienführung. Der gepolsterte Sitz ergänzt die Konstruktion um eine weichere Oberfläche, ohne die klare Formensprache zu beeinträchtigen. Mit einer Breite von 45 cm und einer Tiefe von 42 cm bleibt das Möbel kompakt; die Gesamthöhe beträgt 104 cm, die Sitzhöhe 80 cm. Dadurch lässt sich der Designbarhocker gezielt an entsprechend hohen Theken einsetzen. Besonders stimmig wirkt er an einer geradlinigen Kücheninsel aus Holz, während eine Kombination mit einer dunklen Arbeitsplatte und dezenten Metallakzenten einen modernen, leicht industriellen Charakter erzeugt. Auch in gastronomischen Räumen fügt sich die sachliche Gestaltung in unterschiedliche Einrichtungskonzepte ein.
Miro von Hannes Wettstein ist ein zeitloser Entwurf für Küche und Bar
Mit dem miro setzte Hannes Wettstein eine gestalterische Entwicklung fort, die bei Horgenglarus tief in der Geschichte des Hauses verwurzelt ist. Ausgangspunkt war der Stapelstuhl 687 S aus dem Jahr 1950, der 1958 mit der Auszeichnung «Die gute Form» geehrt wurde. Wettstein überarbeitete dessen Erscheinung und Geometrie, unter anderem durch eine veränderte Beinform und eine neu gestaltete Sitzfläche. Diese Weiterentwicklung begründete eine eigenständige Stuhlfamilie, die der Designer bis 2007 ausbaute. Der miro Barhocker 11-403 knüpft an diese Designgeschichte an und überträgt ihre sachliche Ästhetik in einen erhöhten Sitzbereich. Kombinieren Sie ihn beispielsweise mit einer schlichten Pendelleuchte über der Theke und einer reduzierten Tischoberfläche, damit seine Proportionen zur Geltung kommen. Gerade in einem bewusst gestalteten Interieur zeigt sich der Reiz dieses Entwurfs: Er setzt auf eine klare Form, die auch neben ausdrucksstärkeren Materialien ihre Ruhe bewahrt.